AJW-Schwerin


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2006

Presse

Gemeinsam erwachsen werden
Verein Alternatives Jugendwohnen feierte 15-jähriges Bestehen

Seit genau 15 Jahren engagiert sich der Verein Alternatives Jugendwohnen in Schwerin für benachteiligte Jugendliche. Aus diesem Anlass fand gestern im ambulanten Hilfezentrum auf dem Dreesch ein Jubiläumsfest statt.

"Wir haben in Schwerin recht gut Fuß gefasst", sagte die Geschäftsführerin Elke Maier erfreut. Der Verein Alternatives Jugendwohnen (AJW) wurde 1991 gegründet und ist seit 1992 als freie Träger der Jugendhilfe anerkannt. "Unser Motto lautet: Alles verändert sich, wenn du dich veränderst", erklärte Maier in der feierlichen Ansprache.
dem kann die 18-jährige Nicole Maler nur zustimmen. Sie ist gerade aus der Jugendwohngemeinschaft in Pokrent ausgezogen, die eng mit dem ambulanten Hilfezentrum in Schwerin zusammenarbeitet, "Ich habe drei Jahre dort gewohnt und so den richtigen Weg gefunden", erzählt sie. Nicole hat ihren Schulabschluss nachgemacht und eine Ausbildung zur Kinderpflegerin begonnen. "Die Betreuer haben mich immer unterstützt", betont sie.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Eltern Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung von Erziehungsaufgaben zu geben. "Mit den Angeboten der AJW-Jugendhilfestation wollen wir Kindern, Jugendlichen und deren Familien in schwierigen Lebenslagen hilfreich zur Seite stehen und mit ihnen geeignete Lösungswege erarbeiten", erläuterte Vereinsvorsitzende Elenore Heß.

Betreuung ist mehr als nur ein Job
Hilfe des Vereins benötigt auch Nancy Gerlach. "Ich bin erst vor einer Woche hier eingezogen", berichtete die 17-Jährige. "Bis jetzt gefällt es mir gut. Man merkt einfach, dass es für die Betreuer nicht nur ein Job ist, sondern sie mit Herzblut dabei sind." Und Nicole ergänzte: "Besonders weil wir mit den Betreuern zusammenleben, und sie deshalb fast immer da sind."
Wichtig ist der Vereinsleitung und den Fachkräften mit Zusatzqualifikation auch, dass die Jugendlichen in ihrem Bestreben nach Autonomie respektvoll begleitet werden. Ambulante Hilfen des AJW, wie sie in der Anne-Frank-Straße angeboten werden, sind beispielsweise die sozialpädagogische Familienhilfe, der Erziehungsbeistand und die Verfahrenspflegeschaft. "Die jungen Menschen kommen direkt durch das Jugendamt oder Jugendgerichtshilfe zu uns. In unserer Einrichtung decken wir den Bedarf zur Haftvermeidung mit ab", erläuterte Geschäftsführerin Maier: "Unser Konzept basiert auf der Vernetzung von Wohnen, Lernen, Arbeiten, Freizeit und systematischer Beratung,"
(Carolin Wilewski SVZ Juni 2006)
Bild: AJW-Geschäftsführerin Elke Maier (3.v.r.) zeigte stolz die Chronik des Vereins.

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