AJW-Schwerin


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1998

Presse

Stadtteiltreff öffnete Hilfezentrum für Kinder und Erwachsne

Schwerin. Der Verein alternatives Jugendwohnen eröffnete vergangene Woche eine Hilfestation für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Schweriner Anne-Frank-Straße. "Mit dem Stadtteiltreff wollen wir in erster Linie präventive Arbeit leisten"; erklärte Bereichsleiterin Sylvia Sandmann. "Kinder und Jugendliche sollen lernen, ihre Freizeit selbst zu organisieren", sagte die Bereichsleiterin.
Deshalb gestalten sie die Räume des Jugendhilfezentrum in Eigenleistung. Einige Mädchen und Jungen bastelten sogar Möbel. "Die Jugendlichen sollen in die Gestaltung ihres Treffs mit einbezogen werden, damit es ihnen hier auch gefällt. Außerdem wirken die Räume lebendiger und die Jugendlichen sind sinnvoll beschäftigt", erläuterte Kirsten Wien, Mitarbeiterin der Jugendhilfestation. "Ohne Zusammenarbeit mit anderen Trägern, wäre unsere Arbeit nicht so effektvoll", bedankte sich Sylvia Sandmann. Bislang gibt es z. B. gemeinsame Projekte mit Polizei, Schulen, Dreescher Jugendhäusern und der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen, die ebenfalls in der Anne Frank-Straße 31 den Sitz hat. Bereits Anfang Juni diesen Jahres bezog die Jugendhilfestation die Räumlichkeiten. Dies hatte zur Folge, daß drei Einrichtungen des Verein in der Schweriner Innenstadt schließen mußten. Dennoch erhofft sich Sylvia Sandmann vom Stadtteiltreff für den Großen Dreesch und Zippendorf, "diesen Bereich ein wenig lebenswerter zu gestalten" M.St.


Pilotprojekt kurbelt die Jugendarbeit an

Angebote auf Dreesch sollen neue Qualität erhalten
Großer Dreesch · Vom Dreesch aus soll eine neue Qualität der Jugendarbeit das ganze Land erobern: Ein jetzt offiziell gestartetes Modellprojekt soll erstmals sämtliche Freizeitangebote bündeln, weiterentwickeln und alle beteiligten Seiten unter ein Dach bringen. Kristallisationspunkt wird ein "Bürgerhaus" in der Anne-Frank-Straße.
Runde 250 000 Mark Fördermittel und hohe Erwartungen steckt das Schweriner Kultusministerium in das Projekt mit dem spröden Titel "Revitalisierung Großer Dreesch - Vernetzung und dynamische Entwicklung in den Stadtteilen". Auf gut deutsch peilen die Projektpartner eine vielfältigere, effektivere und durchschaubarere )Jugendarbeit damit letztlich auch eine bessere Kriminalitätsvorbeugung an. "Immerhin wohnen auf dem Dreesch weit über 50 Prozent aller 9- bis l4jährigen Schweriner", stellte Stadtjugendpfleger Detlef Borchert zum Projektstart heraus. Um wirklich alle Facetten der Jugendarbeit weitestgehend unter einen Hut zu bekommen, fungieren drei Träger als Projektverantwortliche. Der Verein "Alternatives Jugendwohnen" ist als freier Träger für die Umsetzung in den Stadtteilen Großer Dreesch und Neu Zippendorf zuständig. Das Mueßer Holz decken Check Up und die Arbeiterwohlfahrt ab. "Wir wollen zunächst auflisten, wer welche Möglichkeiten bietet, wollen für Kooperationen und für einen Abgleich der Angebote sorgen", formulierte Silvia Sandmann, die AJW-Projektverantwortliche, eines der Ziele.
Anlaufpunkt für den AJW-Bereich wird die ehemalige Kita in der Anne-Frank-Straße. Dort wo jetzt Bauarbeiter bohren, hämmern, mauern entsteht ein "Bürgerhaus" mit Räumen für die Träger, für Treffs der Jugendlichen und einem cafeartigen Plauderraum, der noch im Herbst fertig werden soll. Je eine Koordinatorin pro Träger sorgt gleichzeitig für den engen Kontakt zur Jugend auf der Straße und in den Cliquen. "Wir wollen Interessen erfassen, für gegenseitiges Verständnis von älteren Einwohnern und Kids und für einen altersgerechten Informationsfluß über Veranstaltungen und für eine Lobby der Jugend in der Politik sorgen". Als eine der ersten Ideen sei ihnen ein "Jugendprogramm-Stadtfernsehen" offeriert worden, sagte Silvia Sandmann. "Und weil wir denken, das paßt gut zu uns, wollen wir das noch in diesem Jahr angehen."
Gleichzeitig sollen im Bürgerhaus die Fäden für eine ganz neue Kooperation zwischen Jugend- und Sozialarbeitern, Eltern, Ämtern, Schulen, Kitas und Politikern zusammenlaufen. Ideen und Probleme sollen in Arbeitsgruppen diskutiert und als Vorschläge an die Stadtteilkonferenzen und Präventionsräte weitergereicht werden.
Kultusministerin und Initiatorin Regine Marquardt war sich denn auch sicher, daß das Projekt "eine wirklich neue Qualität und Effizienz in die Jugendarbeit bringt."
Frank Ruhkieck, SVZ 22.09.1998






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